Nützliches
Hier sammeln wir einige Informationen, die für andere Weltreisende (oder solche die noch planen) wichtig sein könnten. Uns hat es sehr geholfen, auf den Seiten von anderen Reisenden zu erfahren, mit welchen Kosten man bei einer solchen Reise rechnen muss, wie man sich am besten krankenversichert und welche Ausrüstungsgegenstände unverzichtbar sind.
Deshalb: Hier hat sich so Einiges angesammelt.
- Reisezeiten
- Geld
- Dokumente
- Gepäckstücke
- Wäsche
- Computer
- Foto
- Medikamente
- Kleinkram
- Reisekosten
- Wohnmobil oder PKW
REISEZEITEN
Wann sollte man wo sein? Das ist eine Frage, die wir uns ganz am Anfang unserer Planung immer wieder gestellt haben. Denn wenn man ein Jahr ohne Winter verbringen will, muss man seine Reiseroute entsprechend anpassen. Wir fanden es sehr hilfreich, die Informationen auf der Website optimale-reisezeit.de zu benutzen und eine für uns passende Route zusammenzustellen. Einige der Fixpunkte, die zu unserer Route geführt haben, listen wir hier einmal auf.
a) USA
Wenn man durch die Nationalparks will und einerseits die Winterkälte im Grand Canyon National Park vermeiden aber andererseits in den Parks in Utah noch gerade so erträgliche Hitzetemperaturen möchte, dann sollte man in Mai und Juni dorthin fahren. Achtung: Auch Anfang Juni kann es am Grand Canyon noch schneien - aber Anfang Juni kann es in Canyonlands National Park schon locker 40 Grad heiß werden. Wichtig: Immer über die Straßenverhältnisse informieren: Der Pass von Osten über die Sierra Nevada in den Yosemite National Park war in 2008 bis Mitte Juni wegen Schnees gesperrt.
Eigentlich ist die Zeit um den Jahreswechsel die beste Reisezeit in die Karibik und nach Mittelamerika. Nicht zu heiß, nicht zu kalt. Die Hitze wird Mai und Juni in den tropischen Gebieten ziemlich unerträglich und man muss grundsätzlich mit den ersten Wirbelstürmen ab Ende Juni rechnen. Das sind zwar nicht immer die dramatischen Megastürme wie Katrina, aber auch mehrere Tage heftiger Regen und aufgeweichte Straßen können schon sehr lästig sein. Also unser Tipp: Spätestens Anfang Juli ab nach Südamerika
c) Südamerika
Bis zum Äquator können wir Europäer das Wetter noch relativ gut einschätzen. Aber sobald man südlich des Äquators auf die Hochebene, das “Altiplano” kommt (und die beginnt im Süden Kolumbiens und reicht bis nach Bolivien), ist die Einschätzung schwieriger. Deshalb: Auf jeden Fall Wetterinformationen einholen und damit rechnen, dass man weiter oben (und damit meinen wir bereits Quito oder Lima), auch schon im August und September teils richtig warme Kleidung benötigt. Die Regenzeiten beginnen in den Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten, aber überall spätestens Anfang Oktober. Deshalb haben wir Südamerika Ende September über den Pazifik verlassen
d) Samoa
Ganz einfach: Im Südpazifik gibt es keine “falschen” Reisezeiten. Das ganze Jahr über ist es hier nett und warm.
e) Australien (und besonders die Ostküste)
Wir haben versucht, möglichst vor November in Australien anzukommen - und das war auch gut so. Drei Gründe dafür: Erstens wird der tropische Norden Australiens ab November unerträglich heiß. Je weiter man die Ankunft in Australien nach hinten verschiebt, desto größer ist das Risiko, in Extremwetter wie in 2008 zu geraten, bei denen das Thermometer auf über 45 Grad steigt. Zweitens gibt es in Australien (und besonders in Queensland an der Ostküste) eine konkrete Zyklongefahr - die pazifische Variante des Hurricanes. Und drittens beginnt ab November die Saison der (zum Teil lebensgefährlichen) Quallen. Und da das Wasser, dass Great Barrier Reef und das Strandleben die Hauptattraktionen sind, will man sich diese nicht wirklich durch die kleinen Biester verleiden lassen.
Unsere Route ging deshalb von Norden nach Süden, also von Cairns nach Sydney. Und als wir dann in Sydney ankamen, hatte endlich auch dort der Sommer Einzug gehalten und machten den Aufenthalt (um Weihnachten herum) angenehm warm.
f) Neuseeland
Hierher würden wir auch beim nächsten Mal wieder im dortigen Hochsommer (also im Dezember bis Februar) fahren. Denn im (kalten) Süden war es gerade so erträglich und im warmen Norden schon richtig schön warm und herrlich zum lange an der frischen Luft bleiben und baden. Regnen tut es in Neuseeland eh ständig, das kann man in keiner Saison vermeiden.
g) Indien
Die Hochsaison für Südindien ist die Weihnachtszeit. Dann sind die Temperaturen in den meisten Bereichen auch für Europäer erträglich. Später, so im Februar und März wird es schon sehr heiß, besonders im Inland und im südlichen Tamil Nadu. Vorteil dieser Reisezeit jedoch: Es ist nirgends viel los und weder viele Europäer noch die vielen indischen Touristen sind unterwegs. Dadurch ist alles günstiger und man muss fast nie vorbuchen. Und außerdem finden die meisten Tempelfeste im Süden in genau in dieser Zeit zwischen Februar und April statt.
h) Indonesien
Wir hatten viel Spaß in den Monaten Mai und Juni in Indonesien. Das Wetter war erträglich (nicht zu warm, nicht zu nass, obwohl es auch mal sehr heiße oder sehr nasse Zeiten gab). Im Juli und August wurde das Reisen in Indonesien allerdings sehr schwierig, da nicht nur die Europäer sondern auch die Indonesier Urlaub hatten und im ganzen land unterwegs waren. besonders in den beliebteren Gebieten (wie Bali, Lombok) aber auch in netwas abgelegeneren (wie Flores) gab es Zeiten, in denen fast keine Unterkünfte zu bekommen waren. Also: Wer die Hochsaison in Indonesien vermeiden kann, spart sich eine Menge Stress.
GELD
Geldgeschäfte und “Management” der eigenen Konten und Reserven sind auch auf Reisen unumgänglich. Wir haben uns entschieden, nur eine ganz geringe Menge Bargeld mitzunehmen, nur ein paar Euro- und Dollarscheine zum Wechseln am Flughafen. Darüber hinaus haben wir uns auf die weltweite Verbreitung von Geldautomaten verlassen - und sind nicht enttäuscht worden. In fast jedem Nest, in dem wir waren, gab es einen.
Travellercheques sind völlig out, werden fast nirgends mehr angenommen - egal was die Banken in Deutschland erzählen. Selbst wenn man jemanden findet, der sie akzeptiert (das sind meistens die kommerziellen Geldwechselstuben), zahlt man verrückte Gebühren für das Einwechseln.
Viel Geld haben wir gespart, da wir Karten hatten, die uns Gratis Auslandsabhebung ermöglicht haben. Für eine Abhebung mit EC/Maestro Karte (manchmal gibt’s maximal nur 150 Euro pro Buchung) zahlt man nämlich mindestens 5 Euro Gebühr, die kann man sich sparen. Und die Kreditkartenfirmen nehmen sogar manchmal noch mehr (2-5%, aber mindestens 5 Euro).
Neuerdings bieten einige anken Kreditkarten mit beliebig vielen kostenlosen Auslandsabhebungen an, Wir haben (da schon lange bei denen) die deutsche Postbank genutzt. Die Postbank bietet mit ihrer Sparcard 10 Gratis Abhebungen weltweit (im Visa-Plus-System) an. Und wer mehr als 10 braucht, eröffnet einfach mehrere Konten (wir hatten 7!). Auch andere Banken (z.B. die DKB) bieten so etwas an, man muss die Bedingungen allerdings exakt prüfen, da manche nur in der EU gratis sind und bei Fremdwährungen eine Gebühr verlangen. Eine Besonderheit beim bei deutschen Travellern sehr beliebten DKB Konto ist, dass dieses Konto zwar kleine Zinsen auf Guthaben gibt, aber große Kreditzinsen auf Abhebungen mit der VISA Karte erhebt, wenn man das “Kreditkartenkonto” nicht ständig gedeckt hat. Informiert euch über die aktuellen Bedingungen!
Unsere ganzen Bankgeschäfte haben wir per Online-Banking gemacht, war kein Problem mit PIN und TAN Nummern. Allerdings waren wir froh, unsere Passworte in unseren eigenen Computer eintippen zu können und eher selten die virenverseuchten Computer in den Internetcafes benutzen zu müssen.
Unsere Girokonten haben wir immer gerade so weit gefüllt. dass es für den Monat gereicht hat (und wir die 7 Sparkonten immer wieder nachfüllen konnten). Unser eigentliches Reisegeld hatten wir auf einem Festgeldkonto mit täglicher Verfügbarkeit. Das verhindert auch, dass man mit vorgehaltener Waffe am Geldautomaten gezwungen wird, alles Geld abzuheben - der maximale Schaden wird so begrenzt.
Neben dieser Bargeld-Besorg-Organisation hatten wir natürlich auch Kreditkarten dabei, haben die allerdings recht sparsam eingesetzt. Zum Einen schlagen viele Hotels und Läden bis zu 3% auf die Rechnung beim Einsatz der Karte, zum Anderen kassieren Visa und Master noch mal 1,8% Auslandsgebühr bei jedem Einsatz. Wird also teuer auf Dauer. Trotzdem ist eine Kreditkarte unvermeidlich, ein Auto kann man beispielsweise gar nicht mehr ohne mieten. Wir würden jedoch empfehlen, auf jeden Fall 2 verschiedene Karten mitzunehmen, eine Visa, eine Master. Wenn dann eine mal wegkommt, kaputt geht oder gesperrt wird, steht man nicht ganz ohne da.
Zuletzt: Ein paar Euro Münzen gehören ins Gepäck, man triff nämlich immer wieder Leute, die fremde Münzen sammeln und denen man mit einem Euro eine große Freude machen kann.
DOKUMENTE
Wir wollen hier natürlich nicht die ganzen Reisegepäcklisten abschreiben und erzählen, dass man den Pass nicht vergessen darf. Aber so ein paar Erfahrungen jenseits diese Listen haben wir doch, und die möchten wir teilen.
Wir haben vor Abreise alle unsere Dokumente gescannt und online abgelegt. Das kann man prima machen, wenn man einen eigenen Server hat oder man sendet sich selbst die Dokumente (verschlüsselt) per Mail und legt sie dann im Postfach so ab, dass man sie wieder findet.
Wichtig ist dabei insbesondere das Flugticket, klar, selbst wenn es heute nur noch elektronische Tickets gibt.
Ein Problem hatten wir, als wir von Mexiko nach Kolumbien fliegen wollten: Da wir kein Weiterflugticket (wieder aus Kolumbien heraus) hatten, konnte uns die Fluggesellschaft nicht einchecken lassen. Also mussten wir uns tatsächlich am Flughafen rasch ein Ticket kaufen, das wir gar nicht brauchten (und später wieder gegen Gebühr zurückerstatten ließen). Für den nächsten Trip dieser Art würden wir uns mit Photoshop ein paar schicke elektronische Tickets basteln und bei Bedarf vorzeigen - prüft nämlich eh niemand.
Wie viele Bücher nimmt man denn für ein Jahr mit? Wir hatten zu viele (und besonders zu viele schwere). Wir würden heute ganz klar sagen: Eins. Nicht mehr. Denn überall in Travellerhostels weltweit gibt es Book-Exchange mit brauchbaren (und teils auch deutschsprachigen) Büchern. Auch für die Reiseliteratur gilt das oben gesagte. Denn auch (englischsprachige) Reiseführer werden überall in den Buchhandlungen verkauft und stehen oft in den Regalen der Bookexchanges.
GEPÄCKSTÜCKE
Rucksack:
Wer noch keinen hat und einen kaufen muss, sollte sich aus unserer Sicht dringend mit einem Kofferrucksack auseinandersetzen. Das sind Rucksäcke mit normalen Tragesystem, die aber nicht nur von oben gefüllt werden können sondern eine große Klappe auf der Frontseite haben. Damit kann man sich viel besser organisieren als mit einem traditionellen Rucksack (und wir konnten vergleichen, da Klaudia einen solchen und Frank einen „normalen Toplader” hat). Im Rucksack hat sich eine Organisation mit unterschiedlich-farbigen Nylon Packsäcken bewährt. Das Packen von T-Shirts in den roten und Unterwäsche in den blauen Packsack usw. erleichtert das Leben aus dem Rucksack ungemein - man ist somit fast immer reisefertig. Von den Tüten hatten wir die eine Hälfte günstig mit Kordelzug und einige in „wasserdicht” gekauft. In tropischen Gebieten bleiben damit die Sachen wirklich trocken und selbst in Regenzeiten oder auf einem Boot kann man die wichtigsten Dinge so gut schützen.
Wichtig ist, dass der Rucksack abschließbar ist, denn auch kleine Dinge wie Wäsche oder ein Taschenmesser kommen schnell mal weg. Lasst es euch im Laden erklären, wie man ihn wirklich sicher bekommt. Große Reißverschlusszipper, an die ein Schloss passt, helfen schon. Wenn man wirklich sicher gehen will, kann man den Rucksack auch in ein Stahlnetz einschließen, mit dem man ihn auch noch tragen kann. Wir haben uns wegen des hohen Gewichts für einfache Schlösser und gegen das Netz allerdings dagegen entschieden.
Neuere Rucksäcke werden auch mit Rollengestell angeboten. Toll auf Flughäfen und Bahnhöfen aber sehr schwer und unbrauchbar, wenn man in eher unterentwickelten Gegenden unterwegs ist. Wir waren froh über jedes Gramm, das wir nicht tragen mussten und haben die Rollen nie vermisst.
In manchen Hostels gibt es brauchbare abschließbare Boxen, aber längst nicht in allen. Es ist daher oft notwendig, dass man seine Wertsachen selbst gut verschließen kann, da (auch unter Travellern) häufig geklaut wird!!! Und die Diebstähle im Bus und an anderen Stellen sind auch nicht zu vernachlässigen. Wir haben daher nach dem Diebstahl unseres Laptops einen superteuren PacSafe-Rucksack gekauft, den wir jedem ans Herz legen, der nach Südamerika reist - besonders wenn man alleine unterwegs ist. Kamera und Laptop sind ansonsten schneller weg als man denkt. Teuer aber jeden Cent wert.
Zusätzlich haben wir mehrere kleine Zahlenschlösser für Rucksack, Tagesrucksack usw., um die Fächer sicher zu verschließen und den Gelegenheitsdieb abzuschrecken. Wer über die USA reist, sollte auf alle Fälle in Schlösser mit „Sentry”-Funktion investieren, die der amerikanische Zoll zerstörungsfrei öffnen kann (ansonsten machen die das auf die rabiate Art).
Neben den Schlössern hatten wir ein Stahlkabel dabei, um den Tagesrucksack kurz an eine Palme anbinden zu können. wenn wir mal beide schwimmen gehen wollten. Und zuletzt: Für den PC haben wir ein Kensington Schloss, so dass man im Cafe mal zur Toilette kann ohne den PC mitnehmen zu müssen.
Grundsätzlich empfehlen wir jedem Reisenden, möglichst nicht mehr als 2 Gepäckstücke pro Person mitzunehmen. Alles Weitere ist nur lästig. Und damit kommen wir zur „Fototaschendiskussion”
Wir hatten am Anfang eine Unhängetasche für den Fotoapparat. Sehr praktisch, gut durchdacht und für die Aufbewahrung der Kamera wahrscheinlich die Beste und schnellste Variante. Doch mit dieser Fototasche haben wir uns besonders in Südamerika extrem unwohl gefühlt, weil jeder sehen konnte, wo die Kamera ist. Mittlerweile haben wir uns einen sehr unauffälligen Tagesrucksack gekauft, dem keiner ansieht, dass unten drin die Kamera und Objektive (in Fototaschen-artiger Polsterung und Staubabdichtung) sind. Viel besser, auch wenn der den „multifunktionalen” Tagesrucksack ersetzt und für die Tagesdinge weit weniger Platz bietet. Und damit haben wir den Fotoapparat auch viel öfter dabei.
WÄSCHE
Welche Kleidung sinnvoll ist, wollen wir hier nur in aller Kürze kommentieren. Wir haben auf jeden Fall gute Erfahrungen mit Kleidung gemacht, die unempfindlich gegen Schmutz UND gegen das Waschen ist. Denn in den wenigsten Gegenden der Welt geht man so schonend mit der Wäsche um wie unsere modernen Waschmaschinen. Meist wird alle Wäsche (egal welche Farbe) zusammen gewaschen und häufig mechanisch arg beansprucht. Also: Auch wenn es das Lieblings-T-Shirt ist: Lasst das edle Seidenteil zu Hause.
Wir hatten eine flexible Wäscheleine dabei, die wir leicht in einem Hotelzimmer aufspannen konnten. Unterwäsche am Abend gewaschen war so meist am nächsten Morgen wieder trocken. Und dabei bewährte sich immer die teure Funktionsunterwäsche aus dem Travellerladen, die viel schneller trocknet (und kleiner gepackt werden kann) als jede Baumwollunterhose.
Erstaunlich ist, dass es zwar in vielen Gegenden der Welt einen echten Mangel an Trinkwasser gibt, das einfachste Werkzug zum ökonomischen Umgang mit Wasser, der Waschbeckenstöpsel, aber völlig unbekannt scheint. Besonders wenn man Wäsche waschen will, ist daher ein Universal-Waschbeckenstöpsel ein unverzichtbares Utensil.
COMPUTER
Wir haben unseren eigenen Computer dabei gehabt (und in Ecuador gestohlen bekommen). Trotzdem würden wir weiterhin sagen, ein eigener Computer ist besser als jedes Internetcafe, weil sicherer für Banking. Und als Speicher für Bilder, Musik und Videos ist er auch unverzichtbar. Wir würden heute klar zu einem der kleinen Netbooks raten, am Besten mit SSHD und möglichst langer Batterielaufzeit (für lange Zugfahrten). Wer schon einen UMTS Netstick hat, sollte ihn mitnehmen, lässt sich schon in vielen Ländern einsetzen.
Wichtig ist wie oben erwähnt ein Kensington Schloss, um den Computer immer sichern und irgendwo anschließen zu können.
Und doch muss man immer wieder ins Internetcafé, nicht überall gibt es brauchbares WLAN. Der perfekte Virenübeträger ist dabei der USB Stick, quasi jedes Mal haben wir uns diese Quälgeister eingefangen. Eine tolle Idee, wie man das vermeiden kann, hatte Ralph, den wir in Peru getroffen haben: Er nutzt im Internetcafè nur einen USB Stick, in dem eine SD-Speicherkarte steckt. Denn diese kann man mit einem kleinen Schieber mit einem Schreibschutz versehen - keine Chance mehr für Viren
Grundsätzlich gilt auf Reisen noch mehr als zu Hause: Regelmäßig Backups machen. Schickt die wichtigsten Daten irgendwo ins Netz, da können sie nicht geklaut oder von Viren gelöscht werden.
FOTO
Wir hatten eine Sony A300 Spiegelreflexkamera mit einem zusätzlichen 300mm Zoomobjektiv dabei. Tolle Kamera, aber jeder muss sich selbst fragen, ob er das Gewicht und das Risiko, sie gestohlen zu bekommen, tragen will.
Für die vielen nassen und staubigen Gegenden dieser Welt habenn wir uns auf der Reise noch die Olympus Tough 8000 kaufen, die derzeit einzige brauchbare wasser- und staubdichte Kompaktkamera auf dem Markt. Unsere Erfahrung: Klasse bei widrigen Verhältnissen, da wirklich robust. Macht brauchbare Fotos bei anständigem Licht und schlechte Bilder (!) wenn das Licht nicht reicht. Wirklich nur eine halb-gare Lösung für anspruchsvolle fotografen.
Ein professioneller Fotograf, den wir unterwegs getroffen haben, schwörte auf die AquaPac Kunststofftüten, mit denen er sogar mit seiner 2000€ Profikamera zum Schwimmen gegangen ist. Haben wir jedoch (noch nicht) ausprobiert.
Ach übrigens: hatten wir schon erwähnt, wie wichtig Backups (besonders von Fotos) sind? Einmal im Monat die Bilder auf DVD brennen und nach Hause schicken, würden wir empfehlen.
Zur einfachen Fotobearbeitung haben Google Picasa verwendet, uns ist kein anderes Programm bekannt, mit dem man so leicht Bilder gerade stellen, dunkle Bilder aufhellen, kleine Fehler beseitigen und Bilder organisieren kann. Und außerdem konnten wir mit Picasa auch die Bilder in ein kleineres Format exportieren, in dem sie sich viel leichter auf unsere Website hochladen ließen. Dies ist besonders wichtig, wenn man von den üblichen Internetcafes aus versucht, Bilder zu verschicken. Denn die hohe DSL Geschwindigkeit, die wir aus Deutschland kennen, ist in indischen oder südamerikanischen Dörfern noch längst nicht angekommen.
MEDIKAMENTE
Klar hatten wir zu viel dabei - glücklicherweise. Denn wir hatten kaum medizinische Probleme. Was wir wirklich gebraucht haben, waren Immodium, Eloktrolyte, Pflaster, Wundsalbe, Schmerztabletten und ein leichtes Antibiotikum (Doxicyclin, das außerhalb Deutschlands auch zur Malariaprophylaxe verwendet wird). Aber eigentlich ist der Pharmamarkt weltweit so gut entwickelt, dass es fast überall die wichtigsten Medikamente zu kaufen gibt.
Wir sind gegen fast alles geimpft, wogegen man sich impfen lassen kann. Nach langem Abwägen haben wir uns jedoch gegen eine “richtige” Malariaprophylaxe mit Malerone oder Lariam entschieden. In den riskanten regionen (und wir waren in einigen) haben wir Doxicyclin genommen 9kann man überall auf der Welt für kleines Geld kaufen) und hatten nur Malerone nur als Standby-Medikament dabei. Mückenschutz ist dabei aber ungeheuer wichtig und darf niemals vernachlässigt werden. Diese Entscheidung obliegt aber jedem selbst, ist von den Regionen abhängig, in die man reist und sollte auf alle Fälle mit einem kompetenten Reisemediziner besprochen werden.
Wir sind beide Kontaktlinsenträger und hatten lange überlegt, ob und wie viele Linsen, Reinigungsflüssigkeit und Zubehör ins Gepäck müssen. Erste Erkenntnis: Nirgendwo bekommt man Linsen so einfach und problemlos (und meist günstig) wie in Deutschland. Wichtig zu wissen: Die Online-Shops senden nicht ins Ausland, eine neue Schachtel Linsen muss man sich daher selbstorganisiert zukommen lassen. Reinigungsflüssigkeit gibt es jedoch fast überall zu kaufen, man muss keine großen Vorräte mitnehmen. Wir beide sind übrigens sehr zufrieden mit den Bausch&Lomb PureVision Linsen, die man einen ganzen Monat lang Tag und Nacht tragen kann - auch das reduziert den Stress mit Reinigung und -flüssigkeit erheblich.
KLEINKRAM
Man packt normalerweise eine Unmenge Kleinkram ein. Nicht alles davon wird auch auf einer Reise verwendet und viel von unserem Kleinkram haben wir nach einiger Zeit entweder weggeworfen oder nach Hause geschickt. Hier ein paar Dinge, die sich für uns als unverzichtbar erwiesen haben.
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Ohrenstöpsel und Schlafbrille
Wichtig für Busfahrten und Flüge. Besonders in Südamerika sind die Musikbeschallung oder die Filme in den Bussen oft eine solche Zumutung, dass man sich gerne mal ausklinken möchte. Wer einen Kopfhörer mit Anti-Noise Funktion hat, wird den sicher auch auf einer solchen Reise lieben.
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Hand Sanitizer
Dieses Zeugs hat uns sicherlich vor vielen Durchfällen und Magenproblemen bewahrt. Mit einem kleinen Fläschchen waren wir lange Zeit unterwegs, da man mit nur einem Tropfen (und ohne Wasser) 99% aller Keime und Bakterien von den Händen losbekommt.
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Repellent
Wir sind extrem vorsichtig, wenn es um Mosquitostiche geht - auch wenn es uns längst nicht gelingt, alle zu vermeiden. Unsere Wahl war ein DEET Präparat, trotz der vermeintlichen Gefahren von DEET. Wer in die USA fliegt, kann sich das Kaufen in Europa übrigens sparen, DEET und ähnliches gibt es (beispielsweise bei R.E.I., unserem Lieblings-Travellerladen) für ganz kleines Geld. Ein Zitronellaöl hat sich ebenfalls bewährt, gibt es überall zu kaufen. Dieses schützt nicht ganz so lange und sicher, ist aber dafür absolut unschädlich und billig.
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Stifte für Kids
Noch immer kann man Kindern fast überall auf der Welt mit einem schönen Stift eine Freude machen. Zwar wissen wir auch, dass das Stifte-Erbetteln in einigen Regionen für die Kids ein Geschäft geworden ist und sie die geschenkten „School-Pens” lieber gleich wieder weiterverkaufen als sie in er Schule zu benutzen. Aber trotzdem halten wir Stifte für ein besseres Geschenk als Geld. Wir würden beim nächsten Mal einen Satz billige 4-Farbstifte oder andere kinderfreundliche mitnehmen.
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110/230V Tauchsieder
Erst in der Mitte unserer Reise haben wir einen gekauft (und lieben ihn seit dem): Unser Tauchsieder. Man muss ein Weilchen suchen, bis man einen findet, der sowohl 110V als auch 230V verträgt, aber wenn man morgens um 6:00 bereits im Zug sitzen muss, schmeckt der selbstgebrühte Kaffee aus der kleinen Thermoskanne umso besser.
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Handy?
Ja, man sollte ein Handy dabei haben, aber ein billiges und nicht unbedingt das neueste iPhone-Modell. Denn fast überall kann man eine Prepaid Telefonkarte kaufen und ist mit dem Handy dann wesentlich flexibler als wenn man jedes Mal ein öffentliches Telefon suchen muss. In Indien - das mussten wir auch erst lernen - ist das allerdings nicht so einfach. Sobald die Telefongesellschaft mitbekommt, dass man gar keinen „echten” indischen Wohnsitz hat, wird die frische Karte gleich wieder gesperrt. Und das passiert üblicherweise bereits nach 3-4 Wochen. Sehr lästig. Jedoch in vielen anderen Ländern ist eine Handy-Karte leicht erhältlich. Besonders in Indonesien hat sich das Gerät bewährt, da es für uns die einzige Möglichkeit war, an unsere E-Mails zu kommen - GPRS-Internet Empfang ist in Indonesien nämlich im Moment umsonst und oft die verlässlichste (oder einzige) Möglichkeit ins Netz zu kommen.
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Travellerhandtuch
Eines der teureren Ausrüstungsgegenstände war das High-Tech Travellerhandtuch. Diese sind aus einem dünnen Kunstfasermaterial gemacht und man glaubt zunächst nicht, dass man sich damit abtrocknen kann. Geht aber, auch wenn das Gefühl auf der Haut am Anfang gar nicht flauschig ist. Doch man gewöhnt sich schnell daran und freut sich bald darüber, dass das Handtuch nach nur einer Stunde wieder völlig trocken und klein zusammenfaltbar ist.
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Taschenlampe
Unbedingt. Und zwar so, dass sie einerseits klein und leicht ist, aber andererseits mehr Licht macht als die Schlüsselanhängerlämpchen. Wir hatten in so vielen Ländern unserer Reise Stromausfälle, dass wir aufgehört haben zu zählen. Und wenn auch man in Höhlen oder dunklen Tempeln unterwegs ist, freut man sich noch einmal über die mitgebrachte Lampe.
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Taschenmesser
Logisch. Ein Schweizer Modell. Schraubenzieher, Flaschenöffner und Nagelfeile (sagt Klaudia) sollten dran sein.
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Ein Kunststoff Schneidbrett
Kein Witz. Haben wir oft verwendet, um mal ein Stück Obst aufzuschneiden oder ein Brot zu schmieren. Wiegt fast nichts, ist höchst praktisch und hygienischer als die meisten berflächen, denen man unterwegs so begegnet.
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Eine Rolle Textilklebeband
Diese war unser einziges und wichtigstes Reparaturwerkzeug (abgesehen vom Schweizer Messer). Mit diesem Klebeband kann man Kabel isolieren, Rucksäcke flicken und notfalls dient es auch als Pflaster für einen Verband. Krankenschwestern und -pfleger neigen dazu, dies alles mit Hansaplast zu tun - auch in Ordnung.
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Kabelbinder
Um Rucksäcke sicher zu verschließen, haben wir immer ein paar Plastik-Kabelbinder dabei. Aber Achtung: Nicht alle Taschenmesser, Nagelscheren und ähnliche Werkzeuge in den Rucksack packen, der mit den Kabelbindern verschlossen wird, sonst wird das mit dem Öffnen nichts mehr.
REISEKOSTEN
Wir hatten / haben KEIN festes Budget, aber wir haben seit Anfang unserer Reise sehr genau Buch geführt, was wir ausgegeben haben. So konnten wir ungefähr hochrechnen,wie weit wir mit unserem Geld kommen. Leider hat man uns ja in Ecuador unserem Laptop geklaut, so dass wir diese ersten Aufzeichnungen verloren haben. Die hier downzuloadende Excel-Tabelle haben wir dafür benutzt, um nachzuvollziehen, wie sich die Kosten verteilt haben. Die gelben Felder müssen gefüllt werden, die blauen errechnen sich selbst. Wir haben diese Tabelle mit OpenOffice gemacht, hoffen aber, alle Funktionen funktionieren genauso in Excel (Wenn es eine Fehlermeldung im Feld C3 gibt, muss man mit Excel noch mal die Formel der Tagesanzahl überprüfen, da sind die beiden Programme scheinbar nicht ganz kompatibel)
Wir haben uns dann von der Tabelle jeweils den Tagesschnitt ausrechnen lassen, wobei wir “Sonderausgaben” wie Flüge, Ausrüstungsgegenstände usw. aus dem Schnitt heraus gerechnet haben (Siehe Feld N2). Wer die Tabelle gebrauchen kann: Viel Spaß damit.
Hier die OpenOffice Datei und hier die Datei für Excel
WOHNMOBIL ODER PKW?
Diese frage hat uns vor unserer USA Reise sehr ebschäftigt. Wir haben ein Wohnmobil zum Reisen gewählt, sehen aber die Entscheidung heute etwas differenzierter. Unsere Pro’s und Con’s gibt’s hier
| Was spricht für Wohnmobil | Was spricht für PKW/Motel |
| Unabhängigkeit: Man kann auch mal außerhalb der Städte über Nacht stehen bleiben | Kosten: PKW/Motel sind günstiger (Einfach-Motels kosen z.Zt. ca. 30$/Nacht, Campingplätze für das Mobil mit 2 Personen auch bereits zwischen 25 und 35$). |
| Man lebt nicht nur aus dem Koffer, hat den Luxus der Schränke und Stauräume | Wohnmobile werden in den USA fast nur noch von drei Großfirmen zu abgesprochenen hohen Preisen vermietet, Konkurrenz und Preiskampf bei PKW ist größer. |
| Günstigere Versorgung, Lebensmittel und Kochgelegenheit an Bord | Eine schlechte Matratze im Motel verlässt man nach einer Nacht. Eine schlechte Matratze im Wohnmobil behält man bis zum Schluss |
| Man hat Toilette und Dusche dabei – in dem hygienischen Zustand den man möchte | Mit einem Wohnmobil kann man nur schwer in kleine Städte fahren, findet schwerer Parkplätze. |
| Ein PKW verbraucht deutlich weniger Benzin als ein Camper | |
| Man hat weniger Rückzugsmöglichkeit im Camper, man lebt viel enger miteinander | |
| Mit einem PKW kann man leichter “schwierige Strecken” fahren | |
| Man hat mit dem Camper weniger Kontakt zu anderen Reisenden. Zumindest in den USA sind die Wohnmobile so groß und komfortabel, dass kaum eine Notwendigkeit besteht, gemeinsame Facilities zu nutzen. | |
| Das Durchschnittsalter auf amerikanischen Wohnmobilcampingplätzen geht langsam aber sicher über 60 |
Weitere Nützlichkeiten (z.B. zu Ausrüstung, Versicherungen usw.) folgen demnächst. Tipps zur Ergänzung gern per Mail an Frank (at) spandl.com oder Klaudia (at) spandl.com

Claudia sagte,
25. Mai 2009 @ 13:28
Ihr Lieben, ich bin eine Kollegin von Franks Bruder Torsten und er hat mir heute beim Mittagessen Eure URL genannt. Super Information bei Euch, insbesondere die “Nützliches”-Seite und auch rundum sehr gut gemacht! Wünsche Euch weiterhin viel Freude, Erkenntnisse und Gottes Segen auf Eurer Reise!
Thomas sagte,
27. Juli 2008 @ 14:46
Eine gaaanz wichtige Seite (für mich). Ich würde mich sehr freuen, hier mehr zu lesen.