Pinguine
Sonntag, Januar 18th, 2009Wer weiß schon, dass es 18 verschiedene Pinguin-Arten gibt? Die seltenste Art heißt „Gelbaugen-Pingiune” und die - das haben wir gelernt - führen ein recht geregeltes Leben. Morgens (noch vor dem Frühstück) machen sie sich „zur Arbeit” auf ins Meer, verbringen dort den Tag mit Fischen und kommen jeden Abend nach Hause ins Familiennest aufs Land zurück gewatschelt.
Und ganz im Süden von Neuseeland haben ein paar davon getroffen.
Dreimal haben wir uns auf den Weg gemacht, Pinguine zu entdecken. Beim ersten Mal waren wir (als völlige Pinguin-Neulinge) Mittags am berühmten Strand der „Penguin Town” Oamaru und haben natürlich keinen einzigen entdecken können. Alle “auf Arbeit”. Beim zweiten Mal (am Taiaroa Head in der Nähe von Dunedin) waren wir schlauer und haben uns einer zertifizierten Pinguin Tour angeschlossen. Und da waren wir schon deutlich erfolgreicher. Es hat zwar wie aus Eimern geregnet, das macht jedoch uns Menschen deutlich mehr aus als den Pinguinen. Und so konnten wir einige der Gelbaugen-Pinguine beim abendlichen Nachhauseweg beobachten. Schön zu sehen, wie sie aus dem Meer auftauchen, die Lage checken und langsam an Land watscheln. Das passiert so jeden Abend gegen 18:00 Uhr, es sei denn, es ist ein Seelöwe in der Nähe (die mögen Pinguine zum Fressen gern). Dann sieht man Pinguine, die unschlüssig am Strand herumstehen, wieder zurück ins Meer gehen oder riesige Umwege zu ihrem Nest in Kauf nehmen. Schlecht für die hungrigen Küken, die schon sehnsüchtig auf die mitgebrachten Leckereien warten.
Unsere dritte Begegnung mit den diesen seltenen und scheuen Gesellen war dann eher zufällig. Am Strand in Papatowai ganz im Süden der Südinsel wollten wir eigentlich einen versteinerten Wald ansehen. Den gab es dort zwar auch, doch faszinierender fanden wir, die hier gar nicht so scheuen Pingos in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Ob sie gelbe Augen haben, konnten wir nicht genau ausmachen. Aber eine gelbe Augenzeichnung und ein gelbes Haarkränzchen haben sie, sobald sie ca. ein Jahr alt und geschlechtsreif sind. Hier ein paar Bilder.
Richard Solf sagte,
22. Januar 2009 @ 1:04
Lieber Herr Spandl,
Ihre Berichte sind Leckerbissen. Recht herzlichen Dank dafuer. Vor wenigen Tagen wollte ich auch einmal Pinguine sehen. Ich bin nur bis zu den Robben gekommen. Robben und Pinguine teilen sich in der Naehe der suedlichsten Stadt der Erde, Ushuaia in Argentinien, keine Inseln. Die Robben schliefen und scharchten dabei deutlich hoerbar. Und auf dem Weg zu den Inseln, auf denen es sich die Piguine gemuetlich machen, hat uns ein Sturm zum Umkehren gezwungen. Sie konnen also die Pingine erleben. Ich wuensche Ihnen noch viele Erlebnisse, die in guter Erinnerung bleiben. Zur Zeit bin ich wieder mit meiner Freu in Argentinien, um unsere Tochter zu besuchen, die ihren Vertrsg an der deutschen Schule um zwei Jahre verlaengert hat. Unsere Rundreise fuehrt uns auch nach in den Norden bis fast an die Grenze zu Bolivien. Von dort aus gruese ich Sie sehr herzlich als
Ihr Richard Solf