Vulkan, jetzt aber mal richtig

Freitag, August 21st, 2009

VulkanlandschaftNachdem das mit unserem Vulkanausflug bei Sonnenaufgang am Kelimutu nicht wirklich geklappt hatte, wollten wir den indonesischen Vulkanen noch eine Chance geben. Mount Bromo, ein Vulkan auf der Insel Java war unser nächster Kandidat. Wir hatten von anderen Reisenden gehört, dass es hier unglaublich schöne Sonnenaufgänge, tolle Aussichten und eine fast „magische Stimmung” geben solle. „Bromo muss man gesehen haben”. Also haben wir unsere Route umgeplant, so dass wir uns mal wieder morgens um 3:00 Uhr zum Vulkanausflug wecken lassen konnten.

Nach mal wieder fast einem Tag im Minibus kommen wir am Spätnachmittag im „Basislager”, dem Dörfchen Cemoro Lawang an. Eine regelrechte „Vulkanindustrie” hat sich hier rund um den Bromo herum angesiedelt. Einfachste Hotels und Gästehäuser, die sich außer durch den Namen kaum voneinander unterscheiden. Alle sind auf Besucher eingerichtet, die genau einen Tag bleiben. Ein paar Restaurants, die Touristenessen servieren, ein zwei Bars und alles in möglichst simplem Standard.

SonnenaufgangDa man mitten in der Nacht nur schwer für den Sonnenaufgang auf den Berg klettern kann, bietet jedes Hotel eine Tour mit Toyota Landcruisers zu einem Aussichtspunkt an. Klar. Buchen wir auch (und lassen uns um 3:00 Uhr wecken).

Schon als wir dann um 3:30 in der Nacht vor unserem Hotel die Armada von 10 Jeeps sehen, die alleine von hier aus abfahren, ahnen wir bereits,   was uns erwartet. Und tatsächlich: Eine lange Schlange von mindestens 150 Jeeps klettert mühsam den Berg hoch. Oben angekommen ist die Stimmung - na ja, nicht wirklich magisch, geht auch kaum bei ca. 1000 Besuchern, die hier auf einem Haufen stehen und frierend auf die Sonne warten.

Doch dann geht langsam das Licht an und wir verstehen, warum viele frühere Besucher so begeistert von diesem Moment berichten. Drei Vulkane werden von der aufgehenden Sonne beschienen. Aus dem einen Krater raucht es gewaltig und im Hintergrund lässt der majestätische Mount Bromo regelmäßig alle 20 Minuten ein dunkles Rauchwölkchen entweichen. Toll.

Blick in den aktiven KraterDoch dieser Blick von Ferne ist nur der erste Teil des frühmorgendlichen Ausflugs. Als es richtig hell ist, können wir durch dicke graue Asche auf den Kraterrrand des einen rauchenden Riesen klettern. Beeindruckend. So haben sich früher die Menschen den Eingang zur Hölle vorgestellt. Und genau so riecht es auch, wenn der Wind die Wolken in unsere Richtung treibt.

Also: Bromo hat uns versöhnt. Prima Vulkan.

2 Kommentare bis jetzt »

  1. 1

    Argus Fasan sagte,

    8. Dezember 2009 @ 5:32

    Hier liegt ein Irrtum vor: Der rauchende Vulkan auf deinen Bildern, das ist der Bromo. Der majestätische Riese, der alle 20 Minuten einen Aschewolke ausstösst,heißt Semeru. Es handelt sich um den höchsten Berg Javas. Ihr habt in den aktiven Krater des Bromo geschaut. (Hat euch das niemand erzählt?) Der kleine Vulkan, der angeblich noch wächst, ist der Batok. Er gilt als erloschen und schrumpft, statt zu wachsen.
    Gruß
    Argus Fasan

  2. 2

    Nathalie sagte,

    21. August 2009 @ 10:37

    Super eure neuen Bericht, und die Fotos erst! WOW, das mit den drei Vulkanen, einfach fantastisch!

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