Der Vulkan “Kelimutu”und drumherum

Mittwoch, August 19th, 2009

Hellgruener und dunkelgruener VulkanseeFlores größter Stolz ist eine Vulkanlandschaft mit drei unterschiedlich farbigen Kraterseen, die, je nach Jahres- oder Tageszeit, ihre jeweilige Farbe ändern sollen. Und ein ganz besonderes Erleben soll dieses Naturspektakel bei Sonnenaufgang sein. Also fahren fast alle Flores Besucher in das kleine Dorf Moni, lassen sich um 3:00 Uhr morgens wecken, auf den Berg fahren und harren der ersten Sonnenstrahlen. So auch wir (das war zumindest der Plan). Allerdings: Um 3:00 Uhr Nachts, als unser Wecker klingelt, regnet es in Strömen.

in den Bus passen wir nicht mehrUm die Vulkanseen bei Moni zu erleben, muss man einige Opfer bringen. Zunächst: Die Anreise ist lang. Die Straßen sind furchtbar. Die Minibusse sind bis unter das Dach voll gepackt und auch auf dem Dach gibt es Kisten, Passagiere und so manches Getier. Die Unterkünfte sind mehr als bescheiden, die Restaurants in Moni wissen, dass sie hier nicht für Stammgäste sorgen müssen.

Doch was macht man, wenn es in Strömen regnet? Richtig. Nicht ärgern, weiter schlafen, später gucken gehen. Und das haben wir dann auch gemacht. Wolkenverhangen zeigt sich uns die vulkanische Schönheit zu Beginn des Vormittags in hellgrau, etwas dunklerem hellgrau und in mittelgrau. Wir harren aus, warten und können mit aufkommender Sonne uns dann darauf einigen, dass die Farben in lindgrün, flaschengrün und (immer noch) mittelgrau wechselten. Bestimmt 20 Fotos haben wir von den Seen gemacht (die ihre Farbe währenddessen nicht geändert haben), nur das eine oben ist wirklich vorzeigbar.

ReispflanzenDoch auch ohne das fantastische Sonnenaufgangs-Vulkan-Spektakel ist dies hier eine grandiose Gegend mit vielen Reisfeldern zwischen den Bergen. Wir haben die Zeit genutzt, uns die Webereien anzuschauen, die die in ganz Indonesien berühmten „Ikat” Stoffe produzieren, schwere Baumwoll-Stoffe, aus denen man Saris und (für die Touristen) Tischdecken macht. Die Dame webtGegen die Kälte in dieser bergigen Regionen ziehen alle Einheimischen abends einen solchen Sari an (und tragen ihn wohl auch die ganze Nacht), Auch Klaudia hat jetzt so einen für kalte Zeiten in Frankfurt. Und wer kann sonst schon behaupten, dass er die Weber seines Schlaf-Saris persönlich kennen gelernt hat?

Nach Moni zu kommen, war noch recht einfach, das Weg-Fahren war für uns umso schwieriger. Drei Stunden haben wir volle Minibusse an uns vorbeifahren lassen, bis einer noch Platz für uns zwei und unsere großen Rucksäcke hatte. Gut dass nicht wir sondern nur unsere Rucksäcke oben auf dem Dach neben der Ziege untergebracht wurden. Trotzdem waren wir gespannt, ob sie durch die Aufregung der Ziege über die Autofahrt nach dem Trip einen neuen Geruch angenommen haben. Ging gut. Alles trocken.

1 Kommentar bis jetzt »

  1. 1

    www.Kleintraktor.info sagte,

    1. Mai 2010 @ 20:46

    Wow, das Vulkanbild sieht toll aus. Kann man darin auch baden?

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